Geänderte Anzeigenansicht in Google

Den meisten Nutzern wird es bereits aufgefallen sein: Google hat die seitlichen Anzeigenplätze in der Desktop-Suche abgeschafft. Dadurch können seit Mitte Februar nur noch maximal sieben statt wie bisher elf AdWords-Anzeigen abgebildet werden. Dafür können in der Desktop- und Tablet-Suche nun vier statt bisher drei Top- Anzeigenpositionen angezeigt werden.
Trotz vieler Befürchtungen sind die Klickpreise bislang stabil geblieben. Denn die durch die geänderte Ansicht entfallenden Klicks auf die seitlichen Anzeigen werden nun auf die bestehenden Anzeigen gelenkt. Zudem erscheinen durch den Wegfall der seitlichen Anzeigen jetzt alle verbliebenen Anzeigen im breiteren Format und sind somit auffälliger als in der vorigen Ansicht. Lediglich die Google-Shopping-Ergebnisse werden noch auf der rechten Seite angezeigt.

Konsequenzen und Empfehlungen für Werbetreibende
Allgemein sollte man Googles Änderung erst mal gelassen gegenüber stehen und abwarten, wie sich die eigenen Zahlen entwickeln. Bei unseren Kunden sehen wir bislang jedenfalls keine dramatischen Änderungen.
Vorsichtig sollten allerdings solche Unternehmen sein, die mit automatischen Bidding-Tools in irgendeiner Form auf bestimmte Positionen abzielen. Hier ist gerade einiges im Fluss: Allein durch den Wegfall der Positionen 8-11 verbessert sich die durchschnittliche Position. Einige Gebotsautomatismen richten sich auch nach der Top-of-Page-Gebotsschätzung, die sich in Folge des zusätzlichen Anzeigenplatzes ändern kann. Davon abgesehen rücken einige Empfehlungen in den Fokus, die alles andere als neu sind, nun aber zusätzliches Gewicht bekommen. Weil nun alle Anzeigen in der Mitte platziert sind, können Anzeigenerweiterungen noch öfters ausgespielt werden und werden damit noch wichtiger. Ebenfalls wichtiger wird damit die Anzeigengestaltung im Hinblick auf das breite Format in der Mitte. Hier sind insbesondere verlängerte Überschriften von Vorteil, was sich durch die Verwendung einer abgeschlossenen ersten Textzeile erreichen lässt. Dynamische Suchanzeigen mit ihren potenziell überlangen Überschriften sind in der Mitte übrigens auch besser aufgehoben.

Fazit
Werbetreibende sollten abwarten und nicht mit großen Änderungen rechnen. Wenn am Ende die CPCs ganz leicht steigen wäre das auch nichts Neues.

 

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